Energieversorgung gehört in Hände der Kommunen!


Nina Scheer, Vorstand der Hermann-Scheer-Stiftung, diskutierte auf Einladung von MdL Tobias von Pein in Ahrensburg mit dem NaturFreunde-Bundesvorsitzenden Michael Müller über den Umstieg in eine „nachhaltige Entwicklung“, die beispielhaft in der Energiepolitik stattfinden müsse. Die Stromversorgung gehört nach Auffassung Energieexpertin Nina Scheer wieder in die Hände der Kommunen. Nur so sei sie bürgernah und demokratisch zu organisieren.

In „Uns Huus“ beteiligten sich 30 Zuhörer eifrig an der Diskussion im Uns Huus. Michael Müller, früherer Umweltstaatssekretär in Berlin, warnte davor, die Belastung der Natur so fortzusetzen, wie in den letzten Jahrzehnten. Die Menschheit habe die Grenzen des Wachstums bereits überschritten. Nach neuesten Erkenntnissen sei eine Erwärmung der Atmosphäre um mehr als zwei Grad kaum noch zu verhindern. Der Gipfel der Ölförderung (Peak Oil) sei bereits überschritten. Energiewende sei die Schlüsselfrage, ob die Menschheit in der Lage sei, noch rechtzeitig umzusteuern.

Nina Scheer, Geschäftsführerin von „unternehmensgrün“, einem Verband kleiner und mittelständischer Unternehmen, die sich um ökologisch verträgliche Produkte und Verfahren bemühen, machte das Konkurrenzdenken und das Gewinnstreben in der Wirtschaft für die Krisen der Marktwirtschaft verantwortlich. Kooperation von Unternehmen und die Beteiligung der Mitarbeiter könnten sozialen Ausgleich schaffen. Für eine erfolgreiche Energiewende sei aber auch notwendig, die Netze in öffentliche Hand zu übernehmen.

Tobias von Pein dankte den beiden Referenten und will prüfen, ob sich Gesprächsrunden dieser Art regelmäßig in Ahrensburg veranstalten lassen. Er will die Anregungen gern mit nach Kiel nehmen, denn hier sei die neue Landesregierung schon auf einem guten Weg, z.B. bei der Ausweisung von weiteten Windeignungsflächen.