Weiterbildung braucht Dialog!


Nach der Debatte im Bildungsausschuss des Landtags vom 23.5.2013 über eine mögliche Neustrukturierung der Weiterbildungsförderung erklärt der Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Weiterbildung und berufliche Bildung, Tobias von Pein:

Die Weiterbildungsförderung in Schleswig-Holstein muss künftig mit der Hälfte der EU-Fördermittel auskommen, die bisher zur Verfügung standen. Das Land kann diesen Fehlbetrag von über 2 Mio. nicht aus eigener Kraft ausgleichen, ohne den verfassungsmäßig verankerten Schuldenabbau zu gefährden. Das zwingt zu Neuüberlegungen, wie die künftige öffentliche Förderung der Weiterbildung aussehen kann. Die vorhandenen Strukturen müssen unter die Lupe genommen und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, ob sie dem erklärten Ziel der Küstenkoalition, die Weiterbildung zu stärken, gerecht werden.

Zugleich stehen wir vor der Aufgabe, das von der schwarz-gelben Koalition untermittelbar vor der Landtagswahl 2012 verabschiedete Weiterbildungsgesetz, das wir in mehreren Punkten scharf kritisiert haben, auf seine Wirksamkeit zu überprüfen.

Wir meinen, dass das Verfahren, das sich im Schul- und Hochschulbereich bereits bewährt hat und das im Kulturbereich gerade auf den Weg gebracht wurde, sich auch für die Weiterbildung empfiehlt. Die Landesregierung sollte deshalb mit den drei beteiligten Ministerien für Bildung, Wirtschaft und Soziales nach der Sommerpause und vor der Verabschiedung des Landeshaushaltes 2014 sämtliche Akteure, darunter selbstverständlich auch die Weiterbildungsverbünde, zu einer landesweiten Weiterbildungskonferenz einladen. Dort sollten Empfehlungen für die Förderstruktur und die gesetzlichen Grundlagen der Weiterbildung im Rahmen dessen, was finanzierbar ist, erarbeitet werden.