Landesmittel für bezahlbaren Wohnraum werden in Ahrensburg unzureichend abgerufen


„In Ahrensburg ist günstiger Wohnraum knapp. So ist es gerade für junge Menschen und Berufstätige mit niedrigen und mittleren Einkommen kaum möglich bezahlbare Wohnungen zu finden. Der Druck aus dem Hamburger Wohnungsmarkt kommt auch hier immer stärker an.“

„Es ist ein Skandal, dass vor dem Hintergrund einer akuten Notlage auf dem Wohnungsmarkt der Neubau von günstigen Wohnungen vernachläsigt wird und Fördermittel von Landesebene links liegen gelassen werden.“

Die Stadt Hamburg habe inzwischen reagiert und versucht den Bau von günstigen Wohnungen voranzutreiben. Auch in Schleswig-Holstein wurde eine „Offensive für bezahlbares Wohnen“ durch den Innenminister Andreas Breitner auf den Weg gebracht. Im Hamburger Rand verläuft diese Offensive nach bisher erfolgreich. „Nur in Ahrensburg nicht.“

Aus einer Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten Tobias von Pein an den Innenminister geht hervor, dass in der Stadt Ahrensburg bisher lediglich 15 Wohnungen von Landesebene gefördert wurden. Mehr Anträge wurden nicht gestellt. In einem Vergleich mit anderen Städten im Hamburger Umland liegt Ahrensburg damit auf dem letzten Platz.

Für Tobias von Pein ist das ernüchternd: „Die Stadt muss unbedingt mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die Fördermittel stehen dazu bereit. Die bisherige Bauplanung der Stadt berücksichtigt aber aus meiner Sicht die Interessen der vielen Wohnungssuchenden nicht.“
Er weist auf die Bedeutung der Stadt Ahrensburg als größte Stadt im Kreis hin. „Ahrensburg muss mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen.“ „Vor dem Hintergrund des Wohnraummangels sollten Diskussionen um prestigeprächtige Bauprojekte schnellstmöglich beendet werden.“