Für eine moderne Verfassung


Der Stormarner Landtagsabgeordnete Tobias von Pein wird auch nach der aktuellen Diskussion über die Initiative für einen Gottesbezug bei seiner Ablehnung bleiben. „Eine moderne Verfassung muss ohne religiöse Formel auskommen.“ ist von Pein überzeugt. „Ich respektiere die Volksinitiative und habe Verständnis für jeden der sich für dieses Ziel einsetzt. An meiner Auffassung über den Gottesbezug ändert das aber nichts. Ich bin nur meinem Gewissen verpflichtet.“

Die Plakataktion in Bad Oldesloe sieht von Pein kritisch: „Ich finde es schwierig, dieses Thema für Unterstellungen zu missbrauchen.“ Dies betrifft vor allem die Diskussion um Werte. „Ich wehre mich gegen den Eindruck, Politik würde ohne Gottesbezug in einer Verfassung ohne Werte handeln.“  Es können dabei ganz unterschiedliche, individuelle Werte jedes Einzelnen sein. „Ich bin überzeugter Humanist, setze mich für Menschenrechte, Gerechtigkeit und Solidarität ein. Das sind universelle demokratische Werte, die für mich handlungsleitend sind.“

Die Landesverfassung in ihrer jetzigen Form habe  eine breite Wertebasis auf Grundlage humanistischer Werte, der Menschenrechte, des Friedens und der Gerechtigkeit. „Ich sehe keinen Handlungsbedarf, diese Formulierung um eine religiöse Formel zu erweitern.“ so von Pein.  Zudem würde eine wachsende Zahl von Menschen sich mit keiner Religion identifizieren. Deshalb muss die Präambel alle Menschen mitnehmen. Dies sieht von Pein mit der jetzigen Formulierung gewährleistet: „Die Verfassung spiegelt so wie sie ist die Vielfalt und Weltoffenheit Schleswig-Holsteins als Land zwischen den Meeren im Bewusstsein seiner eigenen Geschichte wider.“