Bildungshürden beseitigen


Am 1.9.2017 veröffentlichte der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein eine Pressemitteilung zum Thema Kostenentlastung für Eltern schulpflichtiger Kinder. Die SPD-Landtagsfraktion äußert sich wie folgt dazu:

Jüngste Zahlen belegen: Das Armutsrisiko von Kindern ist in Deutschland – trotz boomender Wirtschaft – auf einen Rekordstand gestiegen. Gut jedes fünfte Kind in Schleswig-Holstein ist arm.
Wir danken deshalb dem Kinderschutzbund, dass er das wichtige Thema der zwingend notwendigen Kostenentlastung für Eltern immer wieder betont. Gerade zum Schuljahrsbeginn sind Anschaffungen für die Schule für einkommensschwache Eltern kaum zu stemmen. Unsere Initiative eines Runden Tisches aus der letzten Legislaturperiode wollen wir daher unbedingt fortsetzen und freuen uns, dass die Fraktion der Bündnis90/Die Grünen unsere Politik unterstützt.
Der Wandel vom Schulbuch zu einer immer mehr digital geprägten Bildung darf nicht dazu führen, dass Kinder in der Schule abgehängt werden, weil sich ihre Eltern kein digitales Endgerät leisten können. Ebenso muss gerade zum Schuljahresbeginn auch von den Schulen genau hingesehen werden, ob alle Anschaffungen, wie z.B. eines neuen Atlanten heute überhaupt noch notwendig sind.
Wir müssen Bildungshürden für Kinder aus einkommensschwachen Familien beseitigen.

 

Tobias von Pein, Abgeordneter für Stormarn-Mitte dazu: „Stormarn ist zwar der wirtschaftlich erfolgreichste Landkreis Schleswig-Holsteins mit der niedrigsten Arbeitslosenquote, doch ändert das nichts daran, dass es auch hier sozial schwache Familien gibt, denen der Zugang zu digitaler Bildung durch finanzielle Hürden verwehrt ist. Grundsatz der SPD Schleswig-Holstein ist aber, kein Kind zurückzulassen! Und genau dafür werden wir uns weiterhin einsetzen, auch wenn die aktuelle Landesregierung dem Thema weniger Aufmerksamkeit schenken sollte.“