Mehr Wertschätzung für unsere Garten- und Landwirtschaft


Ein Besuch mit Ralf Stegner in meinem Wahlkreis

Was bewegt die Menschen und Unternehmen in Stormarn? Das ist eine Frage, die mich als Landtagsabgeordneten immer beschäftigt. Zusammen mit meinem Fraktionsvorsitzenden Ralf Stegner habe ich am Freitag den 06. März die Landgärtnerei Beier in Siek und den landwirtschaftlichen Betrieb von Friedrich Klose in Trittau besucht. Dabei ging es um die Stärkung der lokalen Wirtschaft, aber auch um den Umweltschutz und die Bedürfnisse der Landwirtschaft.

Insektenschutz war beim Termin in der Landgärtnerei Beier ebenso Thema, wie die aktuellen Herausforderungen von Gartenbetrieben und die Wertschätzung von regionalen Produkten. Neben drei Generationen der Inhaber-Familie Beier war auch der Präsident des Wirtschaftsverbandes Gartenbau in Norddeutschland, Andreas Kröger, beim Termin anwesend.

In der Landgärtnerei Beier (v.l.n.r.): Yannik Beier, Olaf Beier, Tobias von Pein, Ralf Stegner, Andreas Kröger, Helmut Beier

Olaf Beier erzählte mir, dass heute der Klima- und Umweltschutz auch für ihn und seine Kunden eine große Rolle spielen. Mit ihren Pflanzen könne die Landgärtnerei einen wichtigen Beitrag leisten, denn sie wandeln CO2 in Sauerstoff um und sind wichtig für Insekten. Die Kunden könnten dabei mitentscheiden, ob sie Pflanzen kaufen, die importiert werden oder aus der Region kommen. Andreas Kröger ergänzte, dass es in Kürze ein Schleswig-Holstein-Siegel für Pflanzen geben wird. So können die Kunden dann besser erkennen, welche Pflanzen aus der Region kommen. Als Start für das Siegel nannte er den 17. April 2020.

Mir als Landespolitiker ist es wichtig, kleine und mittelständische Unternehmen vor Ort zu haben. Verlieren wir diese, dann gehen nicht nur Arbeitsplätze verloren, sondern auch wertvolles Wissen und regionale Wertschöpfung.

Dass die Landwirte unzufrieden sind, ist unübersehbar und unüberhörbar. Ich habe Verständnis für den Umut der Bauern. Auch mein Landtagskollege Ralf Stegner kann verstehen, dass die Landwirte momentan auf den Straßen sind. Die Landwirte verdienen einen fairen Preis für ihre Produkte. Eine moderne Landwirtschaft muss ökologisch, sozial und dabei ökonomisch sinnvoll sein, finden wir. Unsere Kollegin und agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kirsten Eickhoff-Weber, hat dazu ein Papier vorgelegt.

Bei Landwirt Friedrich Klose (v.l.n.r.): Peter Koll, Tobias von Pein, Ralf Stegner, Friedrich Klose

Beim Termin auf dem Bauernhof von Friedrich Klose wurde deutlich, dass es den Landwirten nicht nur um die Inhalte, sondern auch um den Ton geht. Friedrich Klose ist beispielweise verärgert über Bundes-Agrarministerin Svenja Schulze (SPD). Sie habe sich lange verweigert, ein Gespräch mit den Landwirten zu führen. Dabei sollte man über alles reden können, auch wenn man verschiedener Meinung ist, findet Landwirt Klose. Deshalb hat er sich auch sehr über unseren Besuch gefreut. Der ebenfalls anwesende Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Peter Koll mahnte zudem an, dass den Landwirten politische Verlässlichkeit sehr wichtig sei. Ich finde, dass das eine nachvollziehbare Forderung ist. Wir als Sozialdemokraten müssen weiter im Gespräch sein mit unseren Landwirten vor Ort. Ich wünsche mir dabei, dass diese auch in Erwägung ziehen, dass wir eine echte Alternative für eine vernünftige und sachdienliche Agrarpolitik anbieten. Aus den beiden Terminen nehme ich mit, dass wir unseren Mitmenschen ein besseres Verständnis für die Bedeutung und den Wert von regionalen Erzeugnissen der Garten- und Landwirtschaft mitgeben müssen. Dabei spielen soziale, ökologische und ökonomische Dimensionen eine Rolle