Zu Besuch in Großhansdorfer Kliniken


Kürzlich habe ich zusammen mit Genoss*innen die Park-Klinik Manhagen und die LungenClinic in Großhansdorf besucht. In den Gesprächen mit den Geschäftsführungen der Häuser, Jan Zabel und Axel Post (Park-Klinik) sowie Susanne Quante (LungenClinic Grosshansdorf), ging es unter anderem um die Krankenhausinvestitionen in Schleswig-Holstein und die Corona-Pandemie.

Zuletzt machte die LungenClinic in Großhansdorf mit ihren Plänen für ihr Neubauvorhaben des Bettenhauses und als kompetente Ansprechpartnerin in der Corona-Pandemie Schlagzeilen. Nachdem das Bauvorhaben durch die Landesregierung in Kiel erst durch ein Moratorium gestoppt wurde, entschied das Sozial- und Gesundheitsministerium im Juni die Aufnahme in den Krankenhausinvestitionsplan 2020. Deshalb freut es mich sehr, dass die ersehnte Zusage zur Finanzierung nach längerem Warten dann doch kam. So hat die Klinik Planungssicherheit und kann richtig loslegen.

Zu Besuch bei der LungenClinic in Großhansdorf. Mit dabei (v.l.n.r.): Reinhard Niegengerd (SPD-Fraktionsvorsitzender Gemeindevertretung Großhansdorf), Susanne Quante (Kaufmännische Geschäftsführerin LungenClinic), Gerd Prüfer (SPD, stv. Ausschussvorsitzender Sozial- und Gesundheitsausschuss Kreistag Stormarn), Tobias von Pein (SPD-Landtagsabgeordneter aus Stormarn). © Tobias von Pein

Als die Pandemie in Schleswig-Holstein ankam, wurde von der Landesregierung ein Corona-Expertenrat eingerichtet. Zu den Experten gehört auch der Ärztlichen Direktor und Medizinischen Geschäftsführer Professor Klaus F. Rabe. Das scheint mir eine gute Wahl, denn das Team der LungenClinic ist herausragend – auch in Fragen der Forschung.

Vor unserem Besuch in der LungenClinic waren wir bereits in der Park-Klinik in Großhansdorf zu Gast. Das Signal an die Kliniken zu senden, dass die Landespolitik für sie da ist, nachdem die Kliniken in der Bekämpfung der Corona-Pandemie viel für die Bevölkerung geleistet haben, kam auch in der Park-Klinik Manhagen gut an. Auch hier wurden wir mit offenen Armen empfangen und hatten ein sehr informatives Gespräch.

In der Park-Klinik Manhagen waren mit dabei (v.l.n.r.): Reinhard Niegengerd (SPD-Fraktionsvorsitzender Gemeindevertretung Großhansdorf), Karin Iding (SPD-Ortsvereinsvorsitzende Großhansdorf), Gerd Prüfer (SPD, stv. Ausschussvorsitzender Sozial- und Gesundheitsausschuss Kreistag Stormarn) ), Tobias von Pein (SPD-Landtagsabgeordneter aus Stormarn), Jan Zabel (Geschäftsführer Park-Klinik Manhagen), Axel Post (Sprecher der Geschäftsführung Park-Klinik Manhagen) © Tobias von Pein

In den beiden Terminen wurde nochmal deutlich: Nicht nur im Spiegel der Pandemie sind unsere Krankenhäuser in der Mitte Stormarns von herausragender Bedeutung. Beide Kliniken machen exzellente Arbeit als Fachkliniken und sind überregional bekannt. Es sind Aushängeschilder für Stormarn und wichtige Arbeitgeber.

Insgesamt bleibt noch viel zu tun im Gesundheitsbereich und bei Krankenhäusern. Das war schon vor Corona so, ist jetzt allerdings nochmal deutlicher geworden. Als Sozialdemokraten wollen wir mehr erreichen. Schaut euch dazu gerne die Forderungen der SPD Schleswig-Holstein an (Link): Gesundheitspolitik für das 21. Jahrhundert

Gut zu wissen: Wie werden Krankenhäuser in Schleswig-Holstein finanziert?

Die Krankenhausfinanzierung in Deutschland ist dual geregelt. Charakteristisch für die duale Finanzierung ist die Trennung der Kosten in Investitionskosten und pflegesatzfähige Kosten. Die Investitionskosten werden durch die Bundesländer aufgebracht, pflegesatzfähige Kosten werden von den Versicherten bzw. deren Krankenkassen getragen.

Investitionskosten sind z.B. Mittel für Bauvorhaben oder medizinische Geräte. Basis der Investitionsfinanzierung ist der/die jeweiligen Krankenhausplan des Bundeslandes. Betriebskosten werden für Personal- und Sachkosten (bspw. Medikamente) verwendet.

Das Ausführungsgesetz des Landes zum Krankenhausfinanzierungsgesetz des Bundes bestimmt, dass das Land, die Kreise und kreisfreien Städte die Krankenhausversorgung der Bevölkerung mit Krankenhäusern in öffentlich-rechtlicher, freigemeinnütziger oder privater Trägerschaft sicherstellen muss. Hierzu haben das Land sowie die Kreise und kreisfreien Städte Fördermittel zu gewähren.

Die Krankenkassen finanzieren die Behandlungskosten der Versicherten über Fallpauschalen.

Die Investitionskosten werden grundsätzlich hälftig vom Land Schleswig-Holstein und den Kommunen getragen. Der kommunale Anteil wird als Einwohnerbetrag (EW-Betrag) errechnet. Hinzu kommen Sonderprogramme, die das Land alleine finanziert.